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Funkelnde
Feuerspiele auf dem Altmarkt: Rund um die Siegessäule zündeten Uwe Gryzbeck
und Ursula Bebko ihre explosiven Sprengkörper - ein stimmungsvoller Abschluss
des Eröffnungsspektakels. WAZ-Bilder: Tom Thöne
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Der Drache ist wach. Mit einem feurigen Eröffnungsspektakel
startete am Freitagabend die Kulturwoche rund um das mythische Fabelwesen.
Viele Oberhausener erlebten da ihre Innenstadt erstmals als wirklich "heißes
Pflaster".
"Er lebt hier mitten im Zentrum von Oberhausen.
Irgendwo zwischen Hauptbahnhof, Ebertbad, Theater, Rathaus und Marktstraße
hat er seine Schlafstätte", wusste Oberbürgermeister Burkhard Drescher zu
berichten. Die Geschichte besagt, so Drescher, dass der Drache tief in der
Ruhrgebietserde vergraben liegt und das schwarze Gold bewacht. Sein roter
Feueratem brachte sogar in alten Zeiten den nächtlichen Himmel über dem Pott
zum Leuchten. Gesehen hat das Tier aber niemand. Bis gestern jedenfalls.
Denn kurz nachdem das Stadtoberhaupt seine flammenden Begrüßungsworte gesprochen
und sich selber als Feuerspucker betätigt hatte, wurde das Tier tatsächlich
wach. Geweckt von brummenden Didgeridoo-Klängen, archaischem Trommelfeuer
und einer beschwörerischen Fackelperformance der Münchner Gruppe IN-OUT erhob
sich der Hauptakteur des Abends - in Gestalt eines meterlangen Stoffdrachens.
Mitten auf dem glutrot beleuchteten Friedensplatz. Der OB hatte nicht gelogen.
Weiter ging es, flankiert von drei apokalyptischen Reitern auf ihren pechschwarzen
Rössern, über die Elsässer Straße und die Marktstraße. Immer dem sich permanent
windenden Drachen hinterher. Der scheint sich trotz tausendjähriger Tiefschlafphase
in der Innenstadt bestens auszukennen und weist zielsicher den Weg zum Altmarkt
gegenüber der gespenstisch illuminierten Herz-Jesu-Kirche. Hier wurde das
Zauberwesen wieder so richtig nachtaktiv: Ein stimmungsvolles Feuerwerk erhellte
den Abendhimmel.
Feuriger als mit dieser überaus gelungenen Eröffnungsshow konnte das Kulturprojekt
"Der Drache erwacht" der Künstlerin Billie Erlenkamp kaum eröffnet werden.
In den nächsten Tagen erwartet die Freunde des tierischen Flammenwerfers
ein Programm mit Livemusik, Talkrunden und Workshops rund um den Friedensplatz.
Erst am 17. Oktober wird der Faucher wieder entschlummern.
Infoline: Tel: 824 57 20
10.10.2003 Von Carsten Dilly
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